Auf besonderen Wunsch von einigen Lesern, werde ich hier einmal schreiben, wie alles angefangen hat und wo ich jetzt stehe.  Ich werde dafür wie ihr seht eine extra Seite aufmachen, da sonst die erste Seite (Aktuelles) zu unübersichtlich wird.

Jetzt geht es los:

Es begann 1959 ich war 10 Jahre alt und kam irgendwie, ich kann mich nicht mehr daran erinnern an einen blauen Wellensittich mit Käfig und allem Zubehör. Er wurde von mir Peter genannt und ich verbrachte sehr viel Zeit mit meinem Peter. Er wurde schnell zahm und sobald ich das Zimmer betrat und er noch im Käfig war läutete er die Glocke wie bekloppt, bis ich endlich die Tür vom Käfig auf machte. Dann flog er ein paar Runden um die Deckenlampe um sich dann auf meiner Schulter nieder zu lassen. - Zeitung lesen, oder einen Apfel essen ohne das er daran knabbern durfte war nicht möglich. Er wich mir auch beim ausziehen nicht von der Schulter sondern wechselte nur die Positionen auf mir. Es war einfach nur schön, wie der kleine Vogel an mir hing. Nur wenn er einen Spiegel entdeckte, dann hatte ich keine Chance.  Von dort musste ich ihn immer mit sanfter Gewalt wieder weg holen. Ausserdem war er super Sprach und Musikbegabt.  Er pfiff “Du bist verrückt mein Kind” rief “Eierkopp” , “Peter Lieb” und einiges mehr. Er war bis zu meinem 18. Geburtstag eigentlich mein lieber Begleiter täglich. Darüber, das er einzelnd gehalten wurde, machte sich damals niemand Gedanken. und ich hatte auch nie das Gefühl, das er sich unwohl fühlte. Damals wurden in vielen Haushalten Wellensittiche einzeln gehalten weil die falsche Meinung bestand das zwei Wellis nicht zahm bleiben und auch nicht sprechen würden.

Also mit 18 Jahren musste ich zur Bundeswehr und mein Welli durfte nicht mit. Mit DM 90.- die ich als Wehrpflichtiger damals bekam konnte ich auch keine grossen Sprünge machen und blieb also an den Wochenenden wenn alles nach Hause fuhr in der Kaserne. Mein kleiner Welli wurde zu Hause mit Futter und Wasser versorgt, aber kaum einer hatte Zeit für ihn. Er wurde krank und keiner bemerkte es so richtig. Eines Tages bekam ich nur die Nachricht, das mein Peter gestorben sei. Obwohl ich ihn lange nichtgesehen hatte, erinnere ich mich noch sehr genau daran, das ich damals geweint habe, Obwohl Männer ja nicht weinen?????

Damit war das erste Kapitel erster Wellensittich beendet

1972 Heiratete ich dann meine ehemalige Verlobte und es wurde wieder ein Wellensittich angeschafft. Das war in Bremen und ein Nachbar besorgte ihn uns über einen Züchter. Der war gleich so Zutraulich, aber leider auch so krank, das er nur ein paar Tage überlebte. Einen dritten Welli, der natürlich auch wieder Peter hiess und blau war .hatten wir vie Jahre jang, bis unser erstes Kind etwas grösser war und die kleine Wohnung und das Kleinkind nicht mehr passten und der Welli wurde abgegeben weil er einfach zu viel Dreck machte. War nicht gerade Tierlieb, aber die Frau musste ja sauber machen und das Kind versorgen. Ich war überstimmt.

Dann 1985 meine Tochter war 10 und wollte einen Wellensittich haben. Ich fuhr zur See seit 1977. Ich war genauso begeistert von der idee. Er wurde wieder Peter genannt und ich schaffte es ihn in meinem 3 Monatlichem Urlaub ihn zahm zu bekommen. Wir, das hiess meine Tochter und ich hatten viel Freude an ihm. Nur meine Frau hatte die Arbeit damit. Meine Tochter schaffte es nicht den Vogel zu versorgen. Der Käfig wurde nicht von Ihr gereinigt und auch das Füttern und frisches Wasser geben klappte nicht so richtig. Nach zweimaligen Androhungen wurde dann der Welli an Freunde abgegeben und die Heulerei war erst einmal gross.

Ich versuchte zwar immer mal wieder meine Frau davon zu überzeugen, das wir uns wieder einen anschaffen sollten, aber da meinte sie dann, “Wenn du auf Rente kommst, dann kannst du dir ja wieder einen holen!”

Im Oktober 2005 hatte ich meinen letzten Seetag und seit dem bin ich zu Hause. Meine liebe Tochter wusste von meinem Welliwunsch und schenkte mir zu meinem Ruhestand einen Käfig mit allem Zubehör und einen blauen Welli, der ein Hahn sein sollte und natürlich Peter hiess. Bis sich nach einiger Zeit heraus stellte, das Peter eine Petra war. Sie war zwar zahm, aber die konnte richtig gut und feste beissen, was meine Enkelkinder nicht so toll fanden. Also kam er in eine mobile Voliere. Da er nicht alleine dort bleiben konnte wurde gleich ein zweiter dort mit angesiedelt und ein dritter und vierter kamen auch noch dazu. Die Voliere stand direkt vor meinem Fenster und ich hatte täglich freude daran die Wellis zu beobachten.

Dann kam meine Frau auf die Idee, ich könne ja eine feste Voliere im Garten bauen und Wellensittiche dort züchten. Nach dem ich mir etliche Unterlagen durch gesehen hatte fing ich begeistert an die erste Voliere zu bauen. Das ich zur Zucht eine Sachkundeprüfung ablegen musste hielt mich auch nicht davon ab. Allerdings hatten meine Wellis bis zum Prüfungstermin schon über 30 Junge. - Naja, die Prüfung wurde abgelegt und die Ringe wurden bestellt für die Jungen Wellis. Dann wollte ich ein paar los werden. Naiv wie ich war dachte ich, du gehst zum Zoogeschäft und die werden die schon nehmen. Zur Not war ich bereit sie umsonst dort abzugeben. Interesse wurde von zwei Zoogeschäften gezeigt und die wollten sich melden, wenn sie welche benötigten. Allerdings haben die sich bis heute noch nicht gemeldet und die nächste Brut war schon in gange. Ich hatte ungefähr 10 Paare. mal 6 Eier, also kamen schon wieder 60 neue Wellis. Nun wurde es aber langsam zu voll in meiner Voliere. Ich hatte 30 zahme Wellis und keiner wollte sie haben. Da habe ich ein Schild angefertigt. Wellensittichzucht, Handzahme und Junge Wellensittiche abzugeben. Dieses Schild habe ich vor meinemHaus an der viel befahrenen Kreisstrasse  angebracht und ein paar Anzeigen im Internet los gelassen. Nach einer Woche hatte ich keinen Vogel mehr. Mittlerweile habe ich ca. 50 Wellipaare und drei Volieren mit einem Schönen Winterfestem Büro. Das macht bei jeder Brut 300 Junge Wellis....... Neee, die Rechnung stimmt nicht ganz. Es gibt immer ein paar faule Eier (Unbefruchtete) ein paar Hennen setzen sich nur in den Nistkasten und legen einfach keine Eier. Ab und zu werden auch mal von einer eifersüchtigen  Henne ein paar Eier aus dem Nistkasten geschmissen. Eber was ich seit dem nie wieder hatte, war Sorgen meine jungen Wellis los zu werden. Durch meine Dann entstandene Homepage bin ich sehr bekannt geworden und ich bekomme täglich sehr viel Post, die ich bis jetzt immer noch bis Mitternacht alle beantworten konnte und hoffentlich auch weiterhin kann.  Allerdings gibt und gab es auch schon einigen Ärger. Es wurden falsche Behauptungen im Wellensittichforum ausgebreitet.  Allerdings fügte das keinen Schaden an, sondern machte mich noch bekannter. Etliche aus diesem Forum haben mittlerweile einen handzahmen Welli von mir und einige sind ganz aktiv in meinem Forum tätig. Auch unsere Moderatorin des Forums hat  über die Beiträge im Wellensittichforum zu mir gefunden und  selbst schon zwei Wellis von mir.

In den letzten Tagen wurde dann wieder einmal versucht mit falschen und unwahren Behauptungen  mein Gästebuch dazu zu benutzen um zu Provozieren. Dort könnt ihr aber nachlesen, was die anderen davon halten. Ich möchte mich hier noch einmal dafür bei Euch bedanken für die Unterstützung. Einige merken es immer noch nicht, das der Ball. der hier rein geworfen wird immer wieder zurück kommt.

Beim letzten Male haben sich nachträglich etliche bei mir entschuldigt. Sogar die Initiatorin hat dieses mehrmals getan. Erst vor kurzen bekam ich wieder Post von Ihr, wo sie noch einmal schrieb, das es ihr leid tut und sie von einem anderen Züchter absichtlich falsch informiert worden wäre und “Ich möchte meine Schuld daran nicht abschieben, aber ich bin von einem anderen Züchter ziemlich gegen dich aufgeheizt worden.”. Wer dies Diskussionim Wellensittichforum.net mit verfolgt hat damals weiß wie weit diese Vorwürfe unter der Gürtellinie waren. 

Aber das ist alles überstanden und mittlerweile kann ich sagen, das wir hier eine grosse Wellifamilie geworden sind. Mir macht gerade deshalb die Arbeit mit den Wellis auch weiterhin Freude.

So, nun wisst ihr, wie ich zu meinen Wellensittichen gekommen bin. Ich hoffe mein Wellilebenslauf gefällt.

Euer Wellifluesterer Gerd p.